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„Bühnenreif“ im Arp Museum

Ab heute passieren spannende Dinge im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Was ist da los?

Dieses Jahr ist das große Dada-Jahr.
Bis zum April 2017 wird das im Arp Museum gefeiert.

Die Theater-Gruppe Meine Damen und Herren

Dada ist eine Kunst-Richtung.
Es gibt Dada in der Malerei, in der Musik und im Theater.
Die Dada-Kunst wird dieses Jahr 100 Jahre alt.

Dada-Künstler haben sehr frei und ohne Vorgaben gearbeitet.

Ein berühmter Dada-Künstler war zum Beispiel Hugo Ball.
Er hat Gedichte und Theaterstücke geschrieben.

Hugo Ball ist schon tot, aber die Dada-Kunst lebt weiter.
Das muss gefeiert werden.

Was passiert alles in dieser Zeit im Arp-Museum?
Es gibt Theater-Stücke. Zum Beispiel von den Gruppen „Meine Damen und Herren“ oder dem „Theater Thikwa“.
Es gibt eine Ohrenkuss-Lesung zum Thema „Liebe und Gefühligkeit“.
Es gibt Führungen durch alle Ausstellungen.
Es gibt Lesungen in einfacher Sprache.
Es gibt Workshops, Advents-Programm und Figuren-Theater.
Hier kann man das Programm lesen.

Ohrenkuss empfiehlt: Hingehen!

Olga und Marie – „Im Buch geht um Frauen. Frauen und Liebe. Frauen-Liebe.“

Cover des Buches Olga und MarieEinige Mitglieder des Ohrenkuss-Teams haben ein Buch gelesen. Es heißt „Olga und Marie. Eine Liebesgeschichte in einfacher Sprache“. Andrea Lauer hat es geschrieben. Richard Lauer hat die Bilder dazu gemalt.

Worum geht es in dem Buch?
Fern-Korrespondentin Andrea Halder beschreibt es: „Das ist ein Buch über Marie. Marie ist 23 Jahre alt.
Sie will endlich selbst entscheiden.
Marie bekommt zum ersten Mal ihre eigene Wohnung, um selbstständig von ihren Eltern zu leben. Sie will selbständig und selbstbewusst ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie möchte vor dem Fernseher essen. Und sie möchte Olga küssen.
Denn Olga und Marie sind zwei junge Frauen, im gleichem Alter. Und beide sind sehr ineinander verliebt, und möchten gerne etwas Neues ausprobieren und Erfahrungen sammeln, über das Thema lesbisch zu sein, wie sich das anfühlt, in Sachen Liebe weiterzukommen.

Björn Langenfeld ergänzt: „Im Buch geht um Frauen. Frauen und Liebe. Frauen-Liebe.

Teresa Knopp erzählt, wie die Geschichte weitergeht: „Olga soll mit ihrem Vater, der zugleich ihr Betreuer ist, nach Berlin ziehen. Sie möchte lieber bei Marie in Erfurt bleiben und weiter noch im Hotel arbeiten. Doch sie muss. Marie überlegt, ob sie mit umzieht. Sie fragt ihre Eltern, doch die Eltern verbieten es ihr mit der Begründung: In Berlin ist niemand da, der auf sie aufpasst. Nun überlegen Olga und Marie, ob sie zusammen abhauen können. Aber wie?

Sie selbst ist auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung – wer auch immer sie schreibt: „Lassen wir uns mal überraschen, wie es weiter geht – oder wir malen, schreiben und denken uns diese Geschichte weiter aus. Das wird im nächsten Teil weiter geschrieben.

Soviel also zur Handlung. Aber: Wie hat dem Team das Buch gefallen?
Teresa Knopp mochte „Olga und Marie“. Sie schreibt:
Ich finde das Buch an sich sehr schön, aber mich interessiert nicht das Thema Homosexualität. Menschen, die homosexuell sind, sollte man richtig respektieren, achten und wertschätzen. Aber ich bin es nicht.

Ein anderes Thema innerhalb des Buches fand sie spannender:
Mir gefällt gut, dass man das anspricht, was ein Betreuer ist und welche Aufgaben er hat und welche Entscheidungen er trifft. Ich finde es persönlich sehr schade, wenn man einen Betreuer hat, weil man keine Freiheit mehr hat, über sich selbst zu entscheiden. Ich habe das Down-Syndrom und kann manche Entscheidungen nicht alleine treffen, mir würde das reichen, wenn mir einer hilft oder ich meinen Bevollmächtigten fragen kann.

Andrea Halder schreibt: „Mir gefällt die Geschichte, weil das Thema interessant ist, und man nicht so oft über die Liebe zwischen zwei Frauen liest. Alles ist gut erklärt, und das Buch liest sich schnell.

Verena Elisabeth Turin findet das Buch wichtig. Sie wünscht sich, dass viele Menschen es lesen. Sie schreibt: „Dieses Buch sollen auch andere Leute lesen. Natürlich sollen die Leute erfahren, das Menschen mit einer Lernschwierigkeit sich gegenseitig lieben und sich mögen. Die Leute sollen auch wissen, wie sehr schön es ist für Menschen mit Lernschwierigkeit selbstständig zu wohnen. Auch andere Menschen sollen über dieses Thema und Buch nachdenken, was sie gelesen haben. Wie das ist mit ihren eigenen Jugendlichen das Gleiche passiert.

Es gibt nicht viele Bücher in Leichter oder einfacher Sprache. Was denken die Mitglieder des Ohrenkuss-Teams über die Sprache des Buches?

Andrea Halder schreibt: „Dieser Roman ist geschrieben in Leichter Sprache. Ich persönlich brauche Leichte Sprache nicht, aber sie ist für viele Menschen ganz wichtig, weil so können sie auch Bücher lesen.

Verena Elisabeth Turin findet die Leichte Sprache gut. Sie schreibt: „An dem besonderen Buch ist sehr leichter zum Lesen. Weil die Schrift ein bisschen grösser ist. Ich habe dieses Buch in einem Tag gelesen.

Auch Björn Langenfeld mochte die Sprache und das Buch. Er diktiert: „Gefällt mir gut. Gerne gelesen. Bitte mehr!

Teresa Knopp hat einen Wunsch: „Die Leichte Sprache ist gut zu lesen, aber manchmal ist sie mir zu leicht geschrieben. Ich würde mich freuen, wen es Bücher in leichter Sprache gibt zum Thema Politik. Ich habe ja auch Mitstimmrecht in meinem Ort und im Land.

Wo kann man das Buch bekommen?
Man kann das Buch in einer Buchhandlung kaufen. Die Bestell-Nummer ist: 978-3-946185-01-7. Oder man kann es im Internet bestellen. Beim Verlag naundob. Das Buch kostet 12, 50 Euro.

Wer sich noch nicht sicher ist, kann hier einen kurzen Abschnitt aus dem Buch lesen. Auf der Seite des Verlags gibt es eine Lese-Probe.

Ohrenkuss-Lesung zum Thema LIEBE in Köln

Ohrenkuss liest in der wunderschönen Kölner Orangerie zum Thema Liebe und Gefühligkeit. Am 12. Mai 2015 um 20 Uhr.

Liebe, Foto: Rosanna d'Ortona

„Liebe ist leichte Sache zu schreiben, aber sagen oft peinlich.
Ich liebe dich, ich liebe dich viel mehr.“

Viele Menschen fragen sich: Wie ist das eigentlich mit der Liebe? Verlieben sich Menschen mit Down-Syndrom? Führen Sie eine Beziehung? Geht es ihnen mies, wenn sie Liebeskummer haben? Haben sie Sex? Die Antwort ist: Na klar. Aber: Trotzdem ist es manchmal nicht einfach mit der Liebe.

Das komplette Programm und alle Locations gibt es auch in der App von Rausgegangen: http://www.rausgegangen.de/download

Man kann sich auch bei Facebook zur Veranstaltung anmelden.

Ohrenkuss zum Tag der Geschwister – „Geschwister, das ist einfach schön!“

Heute ist Tag der Geschwister. Geschwister sind ein Thema, das jeden, der welche hat, ein Leben lang beschäftigt – so auch die Ohrenkuss-Redakteure. Deswegen schreiben die Autorinnen und Autoren darüber.

Ohrenkuss-Autor Martin Weser mit seinen GeschwisternMartin Weser hat zwei Geschwister, die in jeder Lebenslage auf ihn aufpassen. Er schreibt:
„Ich habe Geschwister das ist einfach schön.
Die sind besonders für mich da.

Geschwister sind für mich wichtig das wir gegenseitig aufpassen müssen.
Die passen auf mich auf, und dass ich nett sein kann.
Meinem Geschwister zu haben, das ist wichtig für mich, das ist schön.
Ich finde Geschwister schön, dass man nett unterhalten kann.
Geschwister sind liebevoll, die sind cool.
Ich habe Geschwister im Herzen gerne gehabt – die sind nett zur mir.
Einfach toll.“

Carina Kühne schreibt über ihren Bruder und sich:
„Ich finde es ist sehr wichtig, Geschwister zu haben.
Man lernt voneinander und miteinander.
Es ist schön und wichtig weil man füreinander da ist und sich gegenseitig unterstützt.
Man kann einander vertrauen.“

Für Christian Janke sind seine beiden Geschwister sogar echte Helden:
„Meine Geschwister versteht mich gut und ich auch meine Geschwister mag ich die immr tolle Ideen hat.
Ich finde echt toll Geschwister zu haben.
Ich möchte gute Laune haben das meine Geschwister genauso so ist auch gute Laune.
Ihr seid echte Geschwister, ich habe für mich bist Du 2 Helden.“

Tobias Wolf hat zwei Brüder. Er diktiert:
„Mit meinem ersten Bruder mache ich immer mal einen Pizza-Bond-Abend.
Wir unterhalten uns immer über die Nachrichten.
Alles Mögliche, was in den Nachrichten so ist.
Wenn ich in Vashon bin [Tobias Wolf ist der US-Korrespondent des Ohrenkuss], mache ich das per Telefon.
Mit meinem zweiten Bruder gehe ich immer mal in Konzerte.“

Nicht nur Tobias Wolf – auch Julia Bertmann nutzt moderne Kommunikationsmittel, um mit ihrer Schwester in Kontakt zu bleiben:
„Meine Schwester ist länger aber jünger als ich.
Ab und zu streiten wir uns auch, aber jede Woche schreiben wir uns eine E Mail.
Ich finde mein Schwesterherz klasse.“

Aber auch Einzelkind zu sein, hat seine Vorteile, findet Katharina Müller:
„Ich wäre gerne Einzelkind – wenn ich eins wäre dann hätte ich ein großes Zimmer.
Ich wollte keine Schwestern haben.
Die Mama hätte mehr Platz im Haus, es macht ihr keinen Stress und hätte weniger Wäsche.“ 

Auch Sarah Eibensteiner möchte lieber keine Geschwister, denkt dabei aber nicht an sich selbst, sondern an eventuelle noch nicht geborene Brüder oder Schwestern:
„Ich bin ein Einzelkind, und habe leider keine Geschwister.
Ich möchte in meiner Zukunft auch keine Geschwister haben, weil ich schon 21 Jahre bin, und  auch weil ich schon  sehr groß bin.
Ich habe auch schon einen festen Freund, und natürlich sind meine Geschwister dann ganz alleine zu Hause, wenn ich mit meinen Freund ausgehe.
Drum möchte ich keine Geschwister haben.“

Peter Keller ist da pragmatischer. Er findet:
„Geschwister sind gut – alleine ist auch gut.“

Franziska Wolf hingegen hätte sogar lieber noch mehr Geschwister. Sie schreibt:
„Ich find meine Geschwistern So supper sehr wichtig.
Ich würde für immer Geschwistern haben, weil die sind supper die ganz  größten Hilfe ist für mich zum unterschützen.“

Und auch Johanna von Schönfeld schreibt:
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich keine Geschwirster habe.
Ohne Geschwirster wäre mein Leben koplelt auf dem Kopf gestellt, und kann unmöglich daran glauben.
Wie gesagt, ich kann nicht ohne meine Geschwirster leben.“

Ob mehr Geschwister oder weniger, Brüder und Schwestern, die Hauptsache ist, dass man sich gut versteht. Und so schreibt Carina Kühne das Schlusswort:
„Wir verstehen uns sehr gut.
Natürlich streiten wir auch manchmal.
Aber ich bin sehr stolz auf meinen großen Bruder und er sagt auch immer, dass er sehr stolz auf mich ist.“

Ohrenkuss feiert alle Omas

Heute ist „Fête des grandsmères“.
In Frankreich werden heute alle Großmütter geehrt.
Ohrenkuss macht mit.

Eine Großmutter mit ihrem Enkel

Sicco Bremer schreibt über seine Oma:
„Hallo Oma Hilde.
Ich bin dabei krade an dich zu denken.
Was wir früer gemeinsam so gemacht haben.
Zum Beispiel dass du immer zu meinem Geburtstag dein besten Apfelkuchen für mich gebaken hast.
Der Kuchen hat immer gut geschmeckt.“

Paul Spitzeck schreibt über seine Oma:
„Weiße Haare: Mein Omi hat weiße Haare. 
Wie ein Harfe.
Zart und leise.
Die ist nett und gibt uns viel essen.“

Anna-Maria Schomburg stellt sich vor, was sie selbst als Oma mit ihren Enkeln machen würde:
„Wenn ich 87 Jahre alt wäre und Enkel hätte, würde ich ihnen was erzählen und mir von ihnen was vorlesen lassen und ihnen das mitgeben was sie zum Leben brauchen.“

Ohrenkuss wünscht allen Omas der Welt einen schönen Oma-Feiertag!