Mir hat das Lernen viel Spaß gemacht – Das Band 4.2010

Redaktion Ohrenkuss/Anne Leichtfuß

Mir hat das Lernen viel Spaß gemacht!

„Ich bin ein ganz großer Fan von Inklusion“

DAS BAND 4/2010

Alle AutorInnen des Redaktion Ohrenkuss können mit Sprache umgehen – in unterschiedlicher Form. Jede und jeder von ihnen kann sich ausdrücken und hat etwas zu sagen – wenn das Thema sie interessiert. Viele von ihnen können lesen und schreiben, das haben sie in der Schule gelernt. In diesem Beitrag schreiben sie über ihre Erinnerungen an Schule und beschreiben ihre Traumschule.

 

„Ich bin in eine Regelschule gegangen und habe gemeinsam mit meinen Klassenkameraden gelernt. Ich habe praktisch nur Inklusion kennengelernt. Ich kam gut mit und habe auch immer den gleichen Stoff gelernt, wie meine Klassenkameraden. Meine Mutter und ich mussten sehr darum kämpfen, dass ich eine Regelschule besuchen durfte. Mir hat das Lernen viel Spaß gemacht und ich bin ein ganz großer Fan von Inklusion. Ich hatte das Glück, einen guten Hauptschulabschluss zu machen. Ich wäre gerne noch weiter zur Schule gegangen.“
Carina Kühne (25 J.)

„Ich bin eingeschult worden zusammen mit allen meinen Freunden aus dem Kindergarten. Ich war das einzige behinderte Mädchen auf der Grundschule. Alle meine Freunde haben mir geholfen, wenn ich etwas nicht wusste. Beim Rechnen durfte ich von meiner Nachbarin abschreiben aber sie hat auch immer alles falsch gerechnet. Ich habe viel gelernt auch Schreibschrift. Mit den Klassenkameraden und den Eltern unterhalte ich mich heute noch. Meine Lehrerin besuche ich immer noch. Ich wünsche mir für alle behinderten Kinder eine Schule wo sie mit nichtbehinderten Kindern lernen können. So wie ich vor mehr als 20 Jahren.“
Julia Bertmann (29 J.)

„Ich bin auf einen normalen Grundschule und Hauptschule gegangen. Ich habe eine Freundin. Da habe ich noch Kontakt. Die heißt Anne. Ich hatte eine liebe Lehrerin gehabt. Hat mit mir Englisch gemacht. Mein Lieblingsfach war Lesen, das kann ich sehr gut. Ich hätte mehr Englisch machen können. Ich hatte eine Lehrerin bekommen, die war etwas komisch: Die hat gedacht ich kann kein englisch lernen. Das fand ich blöd.“
Anna Ring (26 J.)

„Ich bin erst 10 Jahre in Waldbröl zur Schule gegangen das ist Geistbehindertenschule. Ich finde die Schule einfach schön, es gibt ganz viel zu sehen man kann auch getränke Kaufen und der ganzen Schulhof da wo man hin geht man kann an der Mauer auf der Bank sitzen und die Sonne genießen. Ich hab mit alten Lehrerin auch ganz nett unterhalten und es war alles schön in der Schule. Meine alte Klasse war sehr schön.“
Martin Weser (26 J.)

„Ich bin in die Hauptschule gegangen das war eine Intergratsionsklasse. Ich habe sehr viele positive Erfahrungen gesammelt, weil ich jetzt einen Teil meiner Träume erfüllt habe nämlich das Berichte schreiben was ich in der Schule gelernt habe. Mir hat es in der Schule sehr gefallen weil ich sehr viel gelernt habe für mein Leben. / Ich habe mich mit meinen (auch behinderten) Mitschülern schon sehr gut verstanden. Ich fand das normal dass wir gemeinsam schon sehr viel gelernt haben. Die anderen Mitschüler haben mich sofort akzeptiert so wie ich bin. Und alle haben mich schon gekannt und haben sofort mit mir geplaudert. Ich habe nie das Gefühl gehabt dass meine Schüler mich ausspotten wollen mit meiner Beeinträchtigung.“
Sarah Eibensteiner (21 J.)

„Ich gehe noch zur Schule, in der 7. Klasse. Die IGS das heißt Integrierte Gesamt Schule. Ich habe gute und schlechte Erfahrungen in der Schule gehabt. Ich finde es gut, dass ich gute Noten kriege. Ich finde es nicht so gut das die anderen Schüler glauben mich zu ärgern. Ich möchte das es kein Zicken-Terror gibt. Es sollte in einer ganz normaler Klasse leiser zugehen.“
Teresa Knopp

„Als meine Eltern erfuhren dass ich das Down-Syndrom habe, waren sie sehr traurig. Aber dann haben sie sich vorgenommen alles dafür zu tun das ich so normal wie alle Kinder aufwachse. Ich bin in einen Kirchlichen Kindergarten gegangen. Eine nette Sonderschullehrerin hat mich auf die Schule vorbereitet. Für uns wurde extra eine Vorschulklasse eingerichtet. Wir waren zwei Kinder mit Downsyndrom. Es gab keine Integrationsklasse obwohl die Eltern dafür gekämpft haben. Weil ich mit dem Lerntempo nicht mit kam und ich drei mal die 2.Klasse wiederholen sollte, bin ich auf die Sonderschule gekommen. Ich habe mich ganz wohl gefühlt. Die Ansprüche hätten ein bischen höher sein können. Wir haben zwar Zeugnise bekommen aber es standen keine Noten drin, es war ein Jahresbericht.“
Andrea Wicke (34 J.)

„Ich bin zuerst in die Grundschule gegangen und 7 Jahre lang in einer integrativen Gesamtschule. Mit einigen Schülern bin ich gut klar gekommen und mit denen konnte ich arbeiten und mit anderen Schülern, die mich geärgert haben, bin ich nicht klar gekommen. Die Fächer und die Lehrer und der Umgang mit einigen Schülern haben mir am gemeinsamen Unterricht gut gefallen. Mir hat der Umgang mit einigen Schülern, die mich geärgert haben, nicht so gut gefallen. Mir ist Mathe sehr schwer gefallen und manchmal etwas Zoff mit einigen Lehrern und der Aufsicht. Ich bin beim Lernen fast immer gut mitgekommen. Trotz minimaler Schwierigkeiten und der Flexibilität, die mir schwer fallen, bin ich mit allem sehr gut klar gekommen und die Schule hat mir immer viel Freude gemacht und ich bin gerne hingegangen!“
Anna-Maria Schomburg (28 J.)

„Mit 6 Jahren bin ich in der Volksschule (in Sterzing) mit nicht behinderten Jugendliche gegangen. Bevor ich zu der Mittelschule gegangen bin besuche ich regelmäßig meinen Phychologen. Der mich beobachtet wie reif ich für die Mittelschule wirklich bin. Er schaut mir zu wie geschickt ich seine Übungen mache. Er entscheidet mit meinen Eltern das ich in der Mittelschule gehen darf. Dort bin ich meistens mit nicht behinderten Jugendlichen in der Klasse geblieben. Neben mir sind verschiedene Stützleher/in bei meiner Schulbank gessessen und haben mir bei meiner Aufgaben geholfen. Hin und wieder bin ich mit den Stützlehrer /in in einem kleinen Klassenraum nebenan gegangen. Dort haben wir den Unterrichtsstoff nocheinmal wiederholt, viel verständlicher, viel leichter gemacht. Nur eine Stützlehrerin hat mich angeschrieren nur weil ich die Aufgabe nicht verstanden habe und nicht kann. Und dann hab ich geweint. Sonst waren sie alle sehr nett zu mir. Einer hat sogar mir ein Geburtstagsständchen mit der Querflöte ein Lied vorgespielt und ein Kuchen überreicht.“
Elisabeth Turin, Südtirol

„Früher war ich in der Grundschule (Montessori) fünf Jahre. Es hat mir immer alles sehr gut gefallen. Nur einmal war ein ganz bestimmter Musiktitel von den “ Four Seasons“, der Song hieß „Big Girls don’t Cry“, der war mir einfach zu laut. Es war im Musikunterricht. Im Jahr 1998 bin ich nach Amerika geflogen. Dort war ich für zwei Jahre in der Vashon High School auf einer Insel, die heisst Vashon. Sie liegt vor Seattle. Im Jahr 2000 hatte ich Graduation gehabt. Über diese zwei Jahre hatte ich viele Fächer. In meiner Vashon- Schulzeit habe ich in einer Plant Nursery (Gärtnerei) ein Praktikum gemacht. Ich hatte auch ein Praktikum in einem Supermarkt und in einem Spielwarenladen. Im Jahr 2001 habe ich in der High School in der Küche gearbeitet. In der Elementary School habe ich in der selben Zeit Lunch Packs vorbereitet. Dort habe ich zum ersten mal ein Erdbeben erlebt mit der Stärke 6.8. Meine Traumschule, das ist die High School, die ich gerade eben erklärt habe.“
Tobias Wolf (31 J.)

„Ich hab vieles gelernt z. B. Quadratzahlen, Aktiv und Passiv, das Herz und wie ein Regenbogen entsteht. Ich hätte mehr über Soziale-Grund-Bildung mehr gewusst. Weil ich weiß nicht was in Vitamin B und C drin ist.“
Teresa Knopp

„Die Unterrichtsfächer sind sehr wichtig das man lernt in eine Studium lernt das man eine Arbeit später hat das ihr ein Beruf hat. Ich fande die Sport und mathe sehr gut. Ich finde es Englisch nicht gut, weil es eine Fremndsprache ist, weil ich nicht kann.“
Judith Klier (29 J.)

„Das weiß ich alles: Deutsch, Mathe, Erdkunde, Bio, Chemie, Englisch, Religion, Geschichte, Sport. Alle Fächer. HW, Hauswirtschaft. Ich hätte gerne mehr Englisch gelernt. Weil Englisch Spaß macht. Da verstehe ich den englischen Besuch besser.“
Julian Göpel (27 J.)

„Ich hab eine Menge in der school, in Germany genannt Schule, gelernt und Erfahrungen in meine ganze Leben aufgenommen. Ich habe für meinem Leben gelernt. Der Spruch aus der Schule: Da lernt man ja was fürs Leben. Ich hatte noch nie so wenig Sexualkundeunterricht in der Schule erlebt und gelernt. Ich hätte noch ein paar interessante Schulbereiche noch etwas mehr ausführlich und erfolgreich gearbeitet. Es gibt da so verschiedene Themen bis Ideen, die ich noch erlernen möchte wie z. B. ausführliche Fremdsprachen und noch vieles mehr. Ich möchte Fremdsprachen lernen, weil das für das Leben bringt.“
Johanna von Schönfeld (20 J.)

„Mein Traum Schule ist das sehr viel spaß macht und sehr viel Freude in dem man in der Schule in der Schule Spaß macht reden lachen.“
Judith Klier (29 J.)

„Meine Traum-Schule ist meine normale Schule, wo die Lehrer sehr streng sind über die Schüler die, die mich ärgern.“
Teresa Knopp

„Meine Vorstellung zu meiner Traum Schule ist dass jeder den anderen akzeptiert so wie er ist und auch das die Schüler den Herzen folgen was sie werden wollen. Und alle Schüler sollten die Benimm Regeln einhalten z. B. Drängeln verboten bei der Essensausgabe.“
Sarah Eibensteiner (21 J.)

„Meine Traumschule ist Rot, Oranch, Grün und Auch Auf der Dach liegt ein voller Äpple (englisch für Apfel) der Heist Qmasirum mit Blätter.“
Marley Thelen (18 J.)