Interview mit dem Hamburger Schauspieler und Liebesphilosophen Mirco Bark

Mirco, als Schauspieler bist Du gerade in der Rolle eines schwerverliebten Reitlehrers in dem Theaterstück “Die Liebe ist ein seltsames Spiel” auf der Bühne. In vielen Theaterstücken spielt die Liebe eine große Rolle. Warum?
Das hat was, was besonderes. Die Liebe ist so wichtig, weil sich zu verlieben … hm … dann kann man heiraten, einander Küsschen gehen, kuscheln, miteinander reden, sich anpassen – ja anpassen, anfassen auch, klar, aber auch anpassen, duschen, baden, äh, nackig sein und ins Bett gehen. Sehr wichtig: im Bett sein und nackt sein.

Warum ist die Liebe manchmal ein seltsames Spiel, was ist schwierig am Thema Liebe?
Eigentlich ist die Liebe einfach, würde ich sagen. Aber sie wird seltsam, wenn man sich zurückzieht. Wenn man sich zurückzieht wird man traurig, dann weint man halt. Natürlich nicht vergessen Luft zu holen, sehr wichtig, das gehört sich so. Sonst kann man ersticken.

Was macht Dich zur Zeit glücklich?
Oh, daß ich mit Dir zusammen bin hier. Daß ich meine Mama hab‘. Ich find‘ sie toll. Auch meinen Vater, Ralf, beide. Und Sylvia, meine Schwester. Und mein Beruf (Schauspieler)! Da bin ich froh darum, daß ich einen tollen Beruf habe. Beim Applaus fühle ich Freude, Star! Ich freu‘ mich dann einfach. Und das Verlieben. Das Verlieben macht mich erst glücklich und dann traurig.

Ja, wie ist das, was macht Dich zur Zeit traurig?
Oha, daß ich alleine gehen muß, auch zur Arbeit sogar ohne Betreuer. Einsamkeit, Verlassen. Manchmal tut das richtig weh – im Herzen so richtig … ich bin sehr viel unglücklich, sehr viel. Und manchmal werde ich auch enttäuscht, weil alle anderen jemanden haben. Ich vergesse manchmal einfach, daß ich Mirco bin. Ja, wenn ich die Wahrheit nicht durchblicke. Ich verguck mich sehr leicht und sehe nicht, wenn ich mich vergucke. Ich träume, wenn ich wie Markus sein könnte … ich möchte gern Markus heißen und so einen Arzt in der Fernsehsendung “Hallo Doc“ spielen. Für den schwärme ich gerade.