Meine schönsten Erlebnisse in Weimar

Ein kurzer Bericht über Weimar. Von Hermine Fraas, Angela Fritzen und Michaela Koenig

Hermine Fraas:
Und ich wurde von Ohrenkussredacktion eingeladen Kontackte 99! Und das schöne eingerichtete Apart Hotel haben gewohnt und dort wurden wir auch sehr gut verpflegt. Und die Mitglieder der Redacktion heißen Birgit – Angela, Erni – Michaela, Christine – Hermine, Katja und Peter. Und am Donnerstag haben wir die Musikkanten[1] aus Dänemark und aus Luxemburg angehört und es war sehr schön. Und ich habe meine Mutti in der schönen Gaststätte Resi beim Mittagessen eingeladen und meine Mutti hat überbackene Käse bestellt. Und ich habe Leberkäse und Bratkartoffel bestellt und mir hat es auch sehr gut geschmeckt.
Angela Fritzen:
Wir haben gestern in Weimar eine Konzert gehückt und das war sehr gut was die Leute gemacht haben und die Mädchen hat Schnievittschen [2] gespielt hat das war sehr gut mit Down Syndrom.
Michaela König:
Meine Mutti und ich hatten fast 1 Stunde Verspätung, Christian brachte uns ins Hotel, wo meine Mutter und ich uns umzogen, dann brachte Christian uns zum Theater, wir kamen zum Schneewittchen zu spät, der Anweiser brachte uns ohne Karten ins Theater. Das Stück gefiel mir sehr gut, nach dem Stück quatschte meine Mutter mit Frau Frass. Wir trafen meine Freunde von Ohrenkuss, da rein da raus… wir gingen gemeinsam zu einem Italiener, wir sind im Freien unter einem großen Baum gesessen. Um 2 Uhr in der Früh kamen wir ins Bett, das war am Donnerstag.
Hermine Fraas:
Und am Freitag Vormittag haben wir die Brücke [3] gezeichnet und wir saßen auf der grünen Wiese und in dem Park.
Michaela König:
… hatten wir besprochen was wir lesen werden, danach waren wir Zeichnen. Da haben wir eine Brücke über einen Fluß gezeichnet.
Angela Fritzen:
DIE Maulbeeren hat sehr gut geschmeckt das war Spitze zu probieren und genial dazu und sie malt eine schöne Brücke
Hermine Fraas:
Und dann waren wir gemeinsam beim Mittagessen und danach haben wir auch wieder gezeichnet und da waren wir auf dem Friedhof. [4]
Angela Fritzen:
Der Friethoff ist groß – UND SEHR WILLEN Leute und im Grab mit dem Sark eingeschpert – oben Trauf die schönen Blümen muß man kissen mit Wasser – oben auf die Steine sind die Nachnahmen und Vornahmen: Josephe Horny geborne Ortelli geb: d 13 Juli 1770 gest d 8. Januar 1854 das ist alt – allten Grab – Steinwasser für die Gieskanne Charlotte v. Stein 1742 1827
Michaela König:
Zeichneten wir das Grab von Goethe, dann sind (w ir) mit dem Bus zurück gefahren. Ich war am Anfang etwas aufgeregt, dann laß [5] ich ohne zu stottern, als ich laß mußten wir leider abbrechen weil ein Mann, den ich beobachtet habe, hatte einen schweren Anfall. Dann hörten wir auf zu lesen. Meine Geschichten haben gut gefallen, deshalb schreibe ich auch weiter.
Hermine Fraas:
Und am nachmittag 16.00 laßen wir und bei Ohrenkuss und dort besuchte uns Hartmanns aus Halle und hörten uns zu.
Michaela König:
Dann gingen wir ins Lesecafe. Dort kaufte ich mir ein altes Buch, dann sind wir zum Indischen Restaurant gegangen, dort hat es mir sehr geschmeckt, es war einfach lecker – schmecker.
Hermine Fraas:
Und am Abend aßen wir Indisch essen und und es hat mir auch alles sehr gut geschmeckt und aber ziemlich scharf. Und am Sonnabend machten wir auch wieder schönen Stadtbummel und dort aßen wir einen schönen Eisbecher. Und am Nachmittag Zeichneten wir gemeinsam im Park.
Angela Fritzen:
Über das Haus [6] ist groß und wunderschöner Farben und oben drauf sind ville Leute und die Treppen kann man hoch laufen und darein das Fenster kann man gucken.
Hermine Fraas:
Und gleich danach gingen wir auf einem Fest und im Bienenmuseum.
Michaela König:
Dort war eine tolle Party, ich half dem Peter bei der Bilderausstellung.
Hermine Fraas:
Und auch wieder beim Ohrenkuss eine schöne Lesung [7],
Michaela König:
Dann haben sie mich und Hermine und Angela aufgerufen, ich hatte panische Angst, als wir auf der Bühne waren und mich alle anstarrten. Fing ich an zu weinen, ich wischte mir die Tränen ab. Die Augen brannten einbißchen wegen den Tränen, aber es ging, ich laß ohne zu stottern, sie waren alle stolz auf mich. Dann hatte ich eine Zeile verloren vor Angst, Katja gab mir ein Lesezeichen, dann ging es wieder. Ich habe mir nichts anmerken lassen, ich war cool. Bis spät am Abend waren wir auf der Party, ich hatte mein Kleid an.
Hermine Fraas:
Und dort wurde auch Theater, Tanz und Trommel angesagt und zum Schluß war auch eine schöne Disko. Und am Sonntag war leider Abschied und da waren wir ziemlich traurig darüber.
Michaela König:
Am Sonntag ging es nach hause, leider es war so schön, ich wäre am liebsten länger geblieben. Aber ich dachte mir, das ist nicht das Ende der Welt, wir werden uns so oft sehen, wie es nur geht, das war für mich eine tolle Zeit, die werde ich für immer in Erinnerung behalten, ich werde es immer in meinem Herzen tragen.
  1. Gemeint ist hier die Gruppe ECHOCITY aus London.
  2. Theater Thikwa aus Berlin.
  3. Im Rahmen des Workshops KULTOUR Weimar 1999 haben wir gemeinsam die Sternbrücke skizziert.
  4. Die Gruppe zeichnet auf der Wiese vor der Fürstengruft auf dem Historischen Friedhof.
  5. Hermine Fraas, Angela Fritzen, und Michaela Koenig lasen im Café Monami aus ihrem Werk. Diese Lesung fand statt in Weimar, der Kulturhauptstadt 1999 im Rahmen von KONTAKTE 99 dem integrativen Kulturfestival der Lebenshilfe.
  6. Gemeint ist das Römische Haus im Park.
  7. Die Redaktion wurde von den Veranstaltern spontan aufgefordert bei der Abschlußveranstaltung im Bienenmuseum eine zweite Lesung zu halten. Dieser Bitte sind die drei Autorinnen sehr gerne nachgekommen.

Schweinfurt

von Angela Fritzen

Mir hat gefallen in Schweinfurt daß wir ein Interview gemacht haben und die Leute für die Zeitung gefragt haben. [1] Und dann zum Schluß das die Mabbe geschenkt bekommen haben, und auch behalten kann daß findet es sehr gut in Schweinfurt und das Essen schmeckt sehr gut in Schweinfurt. Die Katja ist in Schweinfurt sehr nett zu uns die ist ziemlich geschmeischelt gut und dann haben wir die Zeitung verkauft. In Schweinfurt ist das Hotel gut und treffen wir uns unten und wir gehen zu Fuß in Schweinfurt. Wir sitzen oben am Mirkofon und die sagen Ohrenkuss da rein da raus. Für ein Interview von Bushaltestelle mit den Leute zu fragen Schweinfurt Kindern mit zu Helfen da bei zu schreiben kann und dann gucken wir wie die Kinder mit Behinderung auch Theater spielen können und dann die Kinder machen Musik. Es waren auch Kinder da die im Rollstuhl sitzen. Wir haben ein Blindes Mädchen gesehen und kann sie auch singen die ist ziemlich nett zu uns allen und geschmeischelt schink aus und die hat ein schönes Kleid an. Das haben wir sie gesehen auf die Bühne mit Mirkofon singen da rauf. Dann haben wir ein schönes Wetter und die Sonne hat hier scheint. Das Zimmer ist groß mit drei Betten kann man schlafen. Die Fette [2] ist sehr gut hier tantzen kann man mit Tromeln kann die Kinder mit Behinderung spielen auch auf Handtromel kann man spielen auf die kanden rauf schlagen und hört die Musik zu sammen.

  1. Angela Fritzen und Karoline Spielberg haben aktiv am 1. Schweinfurter Symposium “Komm wir machen eine Zeitung!” mitgemacht (23-25. April 1999). Neben der Teilnahme an der AG Interview haben beide an der Podiumsdiskusion zum Thema “Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung” teilgenommen.
  2. Die Abschlußfete war ein voller Erfolg.

Lesung Wiesbaden

Ein aufregender Bricht von meiner Lesung in Wiesbaden von Michaela Koenig

Als meine Mutti und ich mit Brigit und Katja in Wiesbaden [1] ankamen, zogen wir erst unsere Jacken aus. Wir hängten unsere Jacken in die Garderobe, dann setzten wir uns auf die Sesseln. Dann hielt Kim Engels die Eröffnungsrede, Kim Engels erzählte von einer Bild Ausstellung Carole aus der Norm [2]. Carole hat Glasknochen. Kim Engels erzählte eine Lebensgeschichte von Carole, sie ist eine Persönlichkeit, man muß ihr zwar bei fielen Sachen helfen. Aber sie hat ihr Leben im Griff, sie kann sich auch durch setzen, ich finde sie sehr bemerkenswert. Sie hat sehr viel Mut, sie steht auch dazu. Sie ist eine Kämpfernatur einfach wundervoll, wie sie ihr Leben anpackt. Nach der Eröffnungsrede gab es einen guten Kuchen, Elena war schon da, sie wartete auf mich, Olaf kam erst zu meiner Lesung. Ich machte mich zurecht, ich zog mir etwas anderes an. Nach dem ich mich frisch machte, kam Olaf zur Türe herein. Ich setzte mich auf meinem Platz, mein Herz pochte wie wild. Ich hatte Angst. Ich zitterte vor Aufregung, ich hatte ein komisches Gefühl. Als würde ich auf die Decke gehen, es kamen noch ein paar Leute dazu, meine Knie wurden weich. Ich war vor Angst wie versteinert, als ich die ganzen Leute sah. Bekam ich nur einen Gedanken, ich mußte mich benehmen, also stellte ich mir vor sie wären nackt. Dann lief alles wie am Schnürchen, ich war locker und cool, während ich vor laß lachten ein paar Leute. Sie klatschten auch, meine Mutti weinte vor Rührung. Zum Schluß klatschten alle vor Begeisterung, sie beglückwünschten mich. Eine sagte: Hast Du schon einen Verleger? Wann ist das erste Buch fertig! Ich war ein Held, Elena, Brigit, Katja und Olaf waren sehr stolz auf mich, meine Mutti war auch stolz auf ihre Tochter.

  1. Die Lesung fand am 7. März 1999 im Frauenmuseum Wiesbaden statt.
  2. Monika Beurer hat Carole Picquet fünf Jahre lang fotografisch begleitet.