Anfang 2009 meldete sich Jutta Mattern, Kuratorin am Arp Museum Bahnhof Rolandseck bei der Ohrenkuss-Redaktion. Sie regte an, sich einige Monate gemeinsam mit dem Thema “Paradies” zu beschäftigen. Sie lud die Redaktion ein, das Museum, die Kunst, Hans Arp, die traumhafte Landschaft, den Künstler Peter Hutchinson und auch seine wunderbare Kunst kennenzulernen. Das Ohrenkuss-Team war einverstanden, denn das eigentliche Thema “Heimat” konnte blitzschnell in “Paradies” umgewandelt werden.
Viele Redaktionssitzungen fanden daraufhin in Rolandseck statt: auf dem Rhein, im Museum, im Konferenzsaal mit dem unglaublichen Kronleuchter. Wir haben das Licht, die Architektur, die Großzügigkeit (in vielfacher Hinsicht) und die Gastfreundschaft genossen. Mit dem Bonner Künstler Peter Kurenbach schufen die Ohrenkuss-Redakteure Kunstwerke aus Gips. Diese Objekte erinnern an Träume der Zukunft: Städte im Paradies. Während des Fototermins mit Gordon Welters im September 2009 ging die Arbeit unermüdlich weiter. Um die Morgenröte und das Abendlicht zu erwischen verbrachten wir viele Stunden in und um das Museum. Die Küche des Restaurants verhinderte, dass die Ohrenkuss-Redaktion kläglich verhungerte, der gute Kaffee hielt uns wach. Wir durften durch die Ausstellungsräume gehen – es wurde gerade die Ausstellung “Erträumte Paradiese” von Peter Hutchinson sorgfältig aufgebaut. Wir haben über die Kunstwerke gesprochen und weitere Texte geschrieben.
Dann kam der große Moment: Die eigenen Kunstwerke wurden mit in die Ausstellung gemogelt – die Kuratorin war zufriedengestellt. Lange Diskussionen, Tränen und Debatten.
Wir lernten, dass es genauso viel Arbeit ist, eine Ausstellung zu erdenken – und auch zu hängen, wie eine Ohrenkuss Ausgabe fertig zu machen.
Am 8. Dezember 2009 liest die Ohrenkuss-Redaktion zu Ehren von Peter Hutchinson im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.