Autorinnen und Autoren des Ohrenkuss in der Erwin-Wurm-Ausstellung

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// Bonn, im März 2010

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, stellte sich im Interview den Fragen der Ohrenkuss Redaktion. Die Fragen stellten Angela Fritzen, Svenja Giesler, Johanna von Schönfeld, Julian Göpel und der Ohrenkuss Außenkorrespondent Tobias Wolf (am Telefon). Ohrenkuss Außenkorrespondentin Anna Maria Schomburg schickte ihre Fragen per eMail. Die Begriffe „Inklusion“ und „Integration“ wurden während des Interviews mit Hilfe verschiedenfarbiger Gummibärchen erklärt.

Hubert Hüppe: „Ich würde sagen, bei der Inklusion, da sind von vornherein alle dabei. Da sagen alle: „Ist ok, wie du bist, du bist bei uns. Du gehörst zu uns.“ Und jetzt Integration: Da wurden Menschen vorher erst mal rausgetan (sortiert ein paar Gummibärchen raus). Die einen sagen: „Du bist anders. Wir tun dir ja nur Gutes. Da gibt’s bestimmt sonst welche, die sagen böse Worte oder starren dich an, und das ist ja auch nicht gut. Geh auf eine Sonderschule, da fühlst du dich dann auch wohl. Da ärgert Dich auch keiner, die sind auch alle so wie du.“ Dann wird eine Tür aufgemacht und gesagt: „So, jetzt kannst du (doch) wieder rein.“ Das ist die Integration. Das ist ja immer noch besser, als wenn man sie (die Ausgeschlossenen) da draußen lässt. Es ist aber schwierig, weil man sich ja nie kennen gelernt hat.

Eine ausführlichere Version des Interviews gibt es im Presse-Bereich.

Björn Langenfeld und Michael Häger in der Ausstellung von Erwin Wurm