Im Atelier

Interview mit Tom Wagner

Wo lebst Du?
In der Stadt, Luxemburg. Mit Mam und Pap und Schwester und Bruder und ich dabei.
Tom, erzähle von Deiner Arbeit bei der COOPERATIONS.
Malen, Arbeiten. Ich arbeite noch mit Holz, ein großes Holz gemacht in Wiltz. Bohrmaschine.
Und was noch?
Löcher gemacht. Im Atelier geschafft. Jeden Tag geschafft. Ganz gerne, ganz froh, gut. Ich arbeite gerne.
Wann beginnt Dein Arbeitstag?
Opstehen: sieben Uhr, Bus. Abholen. Viertel vor neun (bei der Arbeit).
Wie sieht die Woche aus?
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag.
Habt Ihr Pausen?
Ja, Pause. Frühstück: Brötchen und Salami und Käse und Cornichons. Schokmilch. Mittagspause. Mittagessen: Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Chicoree und Salat, hab ich gerne, ganz gerne – viel frisch gesund. Dessert: Appeltarte. Rhabarbertarte, die hab ich gerne. Kiwi, Birne, Apfel, Trauben. Bis halve eins. Dann Schaffe. Vier, halb fünf, abgeholt.
Erzähl noch mehr über Deine Arbeit.
Malen. Jempi (mit Zigarette) gemalt. Carlo auch. Marc gemalt. Zebra, Giraffe, Elefant, Walfisch. Bananen, Trauben gemalt. Gemüse auch. Zweibelbild gemalt, ich kann gut. Stühle malen. Cornichons gemalt. Zeichnung. Turnschuhe ich kann. Mit dem Meißel geschafft. Holz gearbeitet. Im Garten arbeiten. Draht Maschine. So drehen, mit Draht. Draht Maschine.

Seit Januar 1999 arbeitet Tom als Künstler im Artworkshop, einem Projekt von COOPERATIONS. Der Artworkshop ist ein künstlerisches Konzept, das die beteiligten Menschen, deren Interaktionen und Produktionen umfaßt. Das Team besteht aus behinderten und nichtbehinderten Künstlern. Die Tätigkeiten finden im Atelier, im Projektzentrum in Wiltz und während Veranstaltungen in Luxemburg und dem Ausland statt. Tom beschäftigt sich vorwiegend mit Malerei und Skulpturen.

Text zu den Musen

von Svenja Giesler

Thalia – Musik ist ihre Welt
Terpsichore – Liebstänze gehen unter die Haut
Euterpe – Zauberflötenklänge durchs Herz
Klio – Geschichten ihres Lebens
Kalliope – Ihre dichtung rührt
Melpomene – wie aus dem Film Romeo und Julia
Erato – Gedichte die verzaubern
Polyhymnia – Lieder die Heilen
Urania – Das Himmlischereich

Das ist meine Muse

von Michaela Koenig

Ich gehe in den Prater, ich spaziere so herum. Ich denke an gar nichts, ich höre nur auf meine Stimme, ich lasse mich inspirieren.So komme ich auf meine Geschichten. (Das ist meine Muse die mich Küßt). So fängt meine Geschichte an, Paul und Sonja gehen ins Resaurant. Sie bestellen sich zwei verschiedene Sandwiches, die ihr leben veränderten. Paul und Sonja kennen sich von der Zeitung.
Eines Tages erlebt Sonja einen Mord, da wurde jemand erschossen. Ein Last-wagen bleibt stehen, ein bewaffneter Mann steigt aus. Da geht ein junge Frau einkaufen, doch in den Laden kommt sie nicht. Der bewaffnete Mann hatte ein Tatoo am Am, darauf steht Gott fährt eine Harley.
Dieser Mann versperrte der jungen Frau den Eingang, sie sagt: Lassen sie mich durch! Der Mann hörte auf seine Innere Stimme und schoß auf die Frau, sie fiel tot um.
Das beobachtete Sonja aus der ferne, Sonja lief zu einer Telefonzelle, sie ruft die Polizei an.
Sie sagte: ich habe einen Mord beobachtet, eine junge Frau wurde erschossen, sie ist tot, beeilen sie sich, kommen sie schnell in die Märzstraße 21!. Sonja wartete auf die Polizei, sie kommt sehr schnell. Sie holten die Leiche ab, sie versperrten alles, diese Leiche wurde untersucht. Die Polizei befragte Sonja aus, Sonja konnte alles beantworten. Sonja fährt zur Zeitung, sie meinte das wäre eine gute Story. Paul schreibt auch an dieser Story, so kamen die beiden zusammen.
Es wurde Weihnachten, Sonja wollte das Paul ihre Familie kennenlernt. Sie hatten ein Weihnachtsessen bei der Familie von Sonja. Sonja kündigte an, daß sie Paul heiraten will, die Familie war sehr begeistert, sie meinten eine Hochzeit bei ihnen im Garten wäre traumhaft. Sie waren sehr begeistert von dieser Idee, sie feierten sehr lange. Ein Lachs gab es auch.

In Wiesbaden

von Angela Fritzen

Wir haben eine Vorlesung
da waren Bilder von Sussanne Kümpel.
Meine Golegin Svenja Giesler die Bilder ausgestellt haben.
Ich hab zuerst die Namengesagt und Vorgestell haben die alter sagen und anderen

In der Zeit vom 24. September bis zum 25. Oktober 2000 fand in dem Frauenmuseum Wiesbaden die Ausstellung KUSS DER MUSEN statt. Sechs Künstlerinnen mit Down-Syndrom stellten dort ihre Werke aus.
An dem Tag der Eröffnung fand eine Lesung der Redakteurinnen von Ohrenkuss statt. Angela Fritzen moderierte.

Leserbrief

München, den 06.08.00

Liebe Ohrenkuss-Redaktion,
ich bin Moritz Kurzmann und am 22.11.99 mit
Down-Syndrom auf die Welt gekommen.
Nach 6-monatigem Krankenhausaufenthalt und
zwei Herzoperationen genieße ich jetzt die
Zeit zu Hause. Neulich habe ich Euren Artikel
in der Süddeutschen Zeitung gelesen,
bei dem mich meine Eltern fotografiert haben.
Viele liebe Grüße aus München, Moritz